Vorne weg, ich glaube an Gott. Warum, das hab ich schon mal geschrieben.
Nein, Religiosität ist nicht das gleiche wie Gläubigkeit.
Fangen wir mal praktisch an. Man kann Theologie studieren, das bedeutet, dass man Gläubigkeit, also den Glaube studiert. Man kann Islamwissenschaft oder andere Religionwissenschaften studieren, das bedeutet, dass man Religion studiert.
Anderes Beispiel der Religionsunterricht. Sie gehören alle einer Religion an, glauben sie deshalb das, was in der Bibel oder im Koran oder sonst wo steht? Definitiv nicht.
Ich denk mir oft im Religionsunterricht, dass das doch eigentlich so wenig mit Glaube zu tun hat.
Für mich ist Religion sowas äußerliches, Glaube aber etwas viel tieferes.
Mit Religion verbinde ich die Weltreligionen - Christentum, Islam, Buddhismus,Hinduismus, Judentum, Orthodox, ... . Ich denk da nicht nur an meine Religion, sondern an alle.
Mit Religion verbinde ich dieses "nur leben". Einfach nur vor sich hinvegitieren und Wissen im Kopf zu haben.
Ohne den Glauben muss man auch nicht religiös sein. Manchmal frage ich mich, wo der Spaß ist, bei der puren Religiosität. Ich weiß was Glaube heißt, und ich weiß, dass er Spaß macht. Diese unglaubliche Tiefe, diese Hintergründe, diese Emotionen. Wo ist irgendetwas davon in der Religion? Du bist religös, aber du glaubst nicht? Das ist doch irgendwie komisch.
Der Glaube gibt der Halt, tut die Religion das auch?
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