Samstag, 21. Juli 2012

Das Leben ist nicht immer leicht

vor Allem nicht, wenn man Menschen verliert.
Ich hab die Realschule abgeschlossen, gestern war die Abschlussfeier. Ich mach jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr und ziehe deshalb auch aus meinem Elternhaus aus. Ich ziehe nur ein paar Städte weiter, aber das heißt trotzdem, dass mein Zuhause nicht mein Zuhause ist und dass mein Umfeld nicht mehr so ausgeprägt mein Umfeld sein wird. Und ich weiß ganz genau, dass ich in diesem Jahr viele Menschen verlieren werde, die mir ziemlich viel bedeuten. Einfach, weil ich sie nicht mehr so oft sehe. Man sagt zwar, dass Entfernung nichts ausmacht, wenn man sich wirklich kennt und sich mag, doch das stimmt nicht. Wenn man sich nichtmehr oft sieht und nur wenig kommunizieren kann, entfernt man sich voneinander, ob man will oder nicht.
'Abschied heißt was Neues kommt, denn anderswo gibts ein Hallo, Abschied heißt was Neues kommt Abschied heißt Hallo. Etwas Neues kommt, etwas anderes etwas Neues zum freuen' (Aus irgendeinem Lied vom Musical 'der kleine Tag') Ich freu mich natürlich auf die Reise, die jetzt kommt. Aber ich kann nicht loslassen. Mir kommen jedesmal die Tränen, wenn ich daran denke, dass ich manche Gesichter, von meiner alten Schule nie wieder sehen werde. Das macht mich einfach traurig. Mit den meisten Mitschülern hat man zwar nur wenig geredet, aber trotzdem. Die Freunde, die ich jeden Tag gesehen hab, mir wird es echt fehlen. Aber wisst ihr, was ich vielleicht sogar am meisten vermissen werde? Meine Lehrer. Ich hab mich so, so, so oft über meine Lehrer aufgeregt, doch soll ich euch was sagen? Ich hatte die coolsten und besten Lehrer überhaupt. Und mit den meisten kam ich echt richtig gut aus. Sie haben mir nicht nur vieles beigebracht - ob das auf dem Lehrplan oder zwischenmenschliche Beziehungen zu haben oder irgendwas unsinniges - sondern sie haben auch immer die coolsten Sprüche rausgehauen. Sie haben mich meistens aufgemuntert, wenn es mir nicht so gut ging. Sie haben mich - ziemlich oft sogar - zum lachen gebracht und waren auch da, wenn man Rat gebraucht hat. Und schade daran ist, dass man das Alles erst merkt, wenn es zu spät ist. Und wenn man dann tatsächlich fertig ist mit der Schule. Am liebsten würde ich ihnen nochmal persönlich sagen, was für wunderbare Menschen sie doch sind, aber das trau ich mich nicht - und jetzt ist es wahrscheinlich eh schon zu spät. Auch wenn sich das jetzt komisch anhört, ich würde gern mit ihnen in Kontakt bleiben, nur um sie irgendwann zu fragen, wie es ihnen geht. Und nein, ich bin weder Streberin (haha) noch Schleimerin, ich hab einfach nur gelernt, dass Lehrer auch menschen sind, dass sie mit einem ganz normal reden - nicht nur über Mathe, Chemie, Physik und sowas sondern auch über Gott und die Welt - und vor Allem, dass Lehrer auch Spaß verstehen und lustig sein können! Ja, meine Lehrer werd ich schon vermissen.
Ich hab große Angst davor, was jetzt kommt. Ich hab große Angst davor, noch mehr Menschen aus meinem Leben zu verlieren, denn ich würde sagen, ich hab jetzt schon großen Verlust gemacht mit meiner Schule.
Und dieses Gefühl, wenn du plötzlich an jemanden denkst, den du früher mal gekannt hast und der jetzt spurlos verschwunden ist, ist furchtbar.
Aber ich freu mich auf mein FSJ und mein neues Zuhause! :)

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