'Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nie auf morgen'
Bei mir heißt es dann wohl eher:
'Was du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf morgen'
Ich schieb Dinge gerne auf, aus dem Grund, weil ich es noch ein bisschen für mich behalten will, weil ich weiß, dass die Zeit danach nicht mehr so schön ist. Oder weil ich einfach keine Lust dazu hab.
Kommen wir zur Umsetzung im Alltag.
Bei Hausaufgaben oder beim Lernen für die Schule, bei Werkstücken oder Hausarbeiten, bei Referaten, wo ich schon eine halbe Ewigkeit damit hätte anfangen können, mach ich natürlich auf den letzten Drücker. Immer ein Tag davor anfangen, um ja nicht zu viel Zeit damit vergeudet zu haben. Genauso lern ich selten mehr als einen Tag vor einer Arbeit. Aber das ist eigentlich ein schlechtes Beispiel, weil wenn ich unter Zeitdruck steh, dann kann ich viel besser lernen und mich viel mehr konzentrieren. Ich warte so lange, bis der Zeitmangel kommt.
Seit ungefähr drei Wochen oder noch länger will ich einen Text schreiben. Aber ich tu es nicht. Aus Angst, dass er sich nicht so gut anhört wie in meinem Kopf. Aus Angst dass dieses Gefühl, dass nur ich diesen Gedanken hab, dann weg ist. Ich hab mich schon oft hingesetzt und versucht den Text zu schreiben, aber es geht nicht.
Bei wichtigen Gesprächen oder Mails warte ich immer, zöger es heraus. Ich sag mir immer 'Morgen red ich mit ihm/ihr / Morgen schreib ich die Mail' und dann vergehen die Tage auch ohne irgendein Fortschritt.
Sowas wie mein Zimmer aufräumen oder Bad putzen mach ich auch immer erst dann, wenn meine Mutter kurz vorm zerplatzen ist. Davor ist es für mich nicht nötig und total überflüssig.
Aufschieben, Aufschieben, Aufschieben, solange bis es nichtmehr geht.
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