Samstag, 17. März 2012

Wieso schreibe ich eigentlich einen Blog?

Das alles war eine Mail, an einen Lehrer. Er hat die Beschreibung in gewisser Weise benotet. Und nun ist alles eben so geschrieben, als ob es an ihn, (bzw. jetzt an euch) gerichtet ist. Ihr werdet es ja sofort merken.

Es gibt mehrere Gründe, warum ich einen Blog schreibe. Ich fang einfach mal an.
Also erstens, fand ich es richtig gut, als ich F.s und A.s Blog gesehen hab. Weil es hat eben immer Spaß gemacht den Blog von denen zu lesen. Und dann hab ich mich selber herausgefordert. Kann ich das auch? Bekomm ich es auch hin sowas zu machen? Und vor Allem, kann ich auch so gut schreiben? - Wobei der Gedanke, ob ich genauso gut schreiben kann jetzt echt schwachsinnig finde, weil man sowas nicht unterscheiden kann, wegen den verschiedenen Schreibstilen. Und außerdem schreiben die zwei ja sowieso besser als ich, sieht man ja bei jedem Aufsatz - Also um mich selbst aus zu testen, zu schauen, ob ich sowas kann oder eben nicht. 


Dann, zweitens. Vor ca. 2 Jahren hab ich mir so sehr gewünscht, bekannt zu werden. Wissen Sie, ich wollte so werden, wie die ganzen bekannten YouTuber oder die wirklich ganz bekannten Blogger. Ich hab auch Videos gedreht, die auf YouTube hochgeladen, aber längst wieder runtergenommen, weil es jetzt richtig peinlich ist. Das war wirklich so ein riesiger Wunsch, und jetzt, durch den Blog, hab ich das Gefühl, der Wunsch von damals geht ganz, ganz minimal in Erfüllung. Obwohl das schon lange kein Traum mehr von mir ist, tut es trotzdem gut, dass mein Traum wahr geworden ist. Ich mein, jetzt ist es mir irgendwie sowas von egal, wie viele Menschen meinen Blog lesen oder so, mir geht es einfach nur um das Schreiben. Meine Ideen auf meinem Blog im Internet. Das ist Wahnsinn.


So, und dann ist da eben noch das Ganze mit den Gedanken. Teilweise ist es echt so, dass das in meinem Blog Gedanken sind, über die ich mit niemandem reden will/kann/darf. Und das ist das geniale. Wissen Sie, manchmal sind das zwei unterschiedliche Menschen. Also, hört sich voll mystisch an, aber manchmal hab ich das Gefühl, dass ich total unterschiedlich bin - in meinem Blog und normal. Und dann bin ich mir immer so unsicher, wer ich wirklich bin. 


Und dann noch diese ganzen Kleinigkeiten. Manchmal tut es ganz gut, dort seine Gefühle aus zu drücken und nicht irgendwem auf die Nase binden, den es sowieso nicht interessiert. Ich mag es. Man kann durch Bilder oder Texte ausdrücken wie man sich fühlt, manchmal fällt das mit Worten einfach viel schwerer. Ich kann dort Sachen schreiben, die mich schon ewig belasten, dann sind sie raus und mir geht es besser. Ohne dass ich sie direkt jemandem erzählt habe - was manchmal einfach unmachbar ist -. Außerdem liebe ich es, einfach mal Dinge, die mich aufregen oder Dinge, die mich glücklich machen, ganz kurz zu bloggen. Zwei, drei Sätze und ich fühl mich erleichtert. Und ich finde es richtig interessant, wenn ich in einem Jahr das alles durchles, dann schmunzelnd zu denken 'Über was hab ich da alles nachgedacht'. Vielleicht auch erst in zehn Jahren. 


Wissen Sie, der Blog gehört mir. Da kann mir niemand reinpfuschen. Es ist meine Sache, die ich allein mach. In meinem Blog geht es um mich. Das tut gut, wenn man den ganzen Tag nur Probleme von der anderen hört, sich dann hin zu setzten und über sich zu schreiben. Alles dreht sich um mich.
Ich versuch ja echt, so im Alltag nicht egoistisch zu sein, ich geb mir echt Mühe - klar, klappt nicht immer - aber der Blog ist mein Ort, wo ich egoistisch sein darf. Da sagt niemand, dass ich aufhören soll, über mich zu reden und vor Allem sagt mir niemand, was und über wen und warum ich was schreiben soll. Das mag ich. 

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